Der Tod des Fotografen

Sensibel und fern der Welt

Ein Mann gießt einen Liter Terpentin auf dem Holzboden seiner Altbauwohnung in Hamburg St. Georg aus. Er wirft ein Streichholz hinein, als die Flammen kräftig lodern, läuft er zum Fenster und stürzt sich aus dem vierten Stock in die Tiefe. Er ist sofort tot. Der Mann hieß Wilfried Bauer und war Fotograf. Bildredakteure von „Stern“, „Geo“ oder „F.A.Z.“ schätzen ihn als einen der sensibelsten Reportagefotografen Deutschlands. Unter den Nachbarn in Hamburg galt er als weltfremder Sonderling.